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Touren & Betten > Reiseberichte > USA-Tour (2007) > Tag 1: NYC

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10 Tage Ostküste der USA stehen an. Für uns ein ganz besonderer Flug, denn es ist unsere Hochzeitsreise. Dass es nach den anstrengenden Hochzeitsvorbereitungen kein entspannender Badeurlaub wird, haben wir dennoch in Kauf genommen. Doch New York ist ein ganz besonderes Erlebnis, das man nicht alle Tage genießen kann, und das ist insofern auch okay so. Der Flug über den Atlantik hätte gar nicht schöner sein können. Als Honeymooners machte uns British Air das schöne Geschenk, während des Flugs in die erste Klasse wechseln zu dürfen, wo erst einmal der Champagner serviert wurde. Vielen Dank!

Hier spielte auch schon Tom Hanks in »Big«!

Nach den üblichen Sicherheitschecks am JFK-Flughafen erreichen wir das Hotel auf der 81. Straße in Manhattan erst in der Dunkelheit. Wenige Stunden später stehen wir Dank Jetlag bereits kurz vor der Dämmerung wieder auf. Es geht, wie es sich gehört, erst einmal in den Central Park, der nur wenige Schritte von unserem Hotel entfernt beginnt. Hier besuchen wir die Strawberry Fields und die große „Imagine“-Inschrift im Boden, die an den hier 1980 ermorderten John Lennon erinnert.

Über den East Park Drive verlassen wir den Central Park, nicht ohne die Speicherkarte der Digitalkamera ausführlich zu füllen – was, wie wir später herausbekommen, ein ziemlich vergebliches Unterfangen war. Wir gelangen zur Fifth Avenue und zu New Yorks großem Einkaufsparadies. Bei F. A. Schwarz spielt Maike das größte Piano der Welt, während sich Malte im Apple-Store in die neuesten Flachbildschirme verguckt. Danach ein kurzer Besuch am Schaufenster bei Tiffany, ein Besuch der geradezu abstoßend protzigen Mamor-Wasserfälle im Trump Tower und weiter geht´s zum Rockefeller Center, wo wir uns mit einem mäßigen Wok-Gericht aus einer unterirdischen Fressmeile abfinden. Was unseren europäischen Kulturkreis ein wenig irritiert, wenn nicht sogar anwidert, ist der allgegenwärtige Mamor-Protz, der auch und gerade hier ohne Scheu zur Schau gestellt wird. Aber was soll´s, wenn man in solcherlei Dingen empfindlich ist, sollte man die USA als Reiseziel eh meiden.

Nun geht´s einige Straßenblocks weiter Richtung Südwesten bis zum Times Square – hier ist NYC am wuseligsten: Laut, schnell, grell und bunt. Nach kurzem Suchen finden wir das Visitor´s Center der Subway und besorgen uns unsere Metrocards für jeweils 21 Dollar, die uns beliebiges Nutzen der U-Bahn ermöglichen.

Zufällig entdeckt: Malte auf dem Times Square. Für eine Vergrößerung bitte einfach das Bild anklicken. Danke, André!

Auf dem kleinen Platz in der Straßenmitte stehen wir höchstens für zwei Minuten, die aber für einen wirklich aberwitzigen Zufall ausreichen: In diesem Moment sitzt nämlich – 6.024 km weiter östlich – Maikes Bruder und Maltes (neuer) Schwager vor dem Computer und erkennt uns zwei in dem Bild der Webcam, die am Times Square den Trubel fotografiert. Er ist so geistesgegenwärtig und macht einen Screenshot, den er uns abends zumailt. Grund genug, das Bild hier rechts zu zeigen.

Unsere neugewonne Flexibilität wollen wir gleich ausnutzen und setzen uns mutig in die erstbeste Subway zur South Ferry. Wenn man das Stationsgebäude verlässt, landet man augenblicklich auch schon im Abfahrtterminal der Staten Island Ferry, die kostenlos benutzt werden darf. Also rauf auf´s Schiff und los geht´s mit der rund 25-minütigen Überfahrt. In respektvollem Abstand passieren wir die Freiheitsstatue, die wir am nächsten Tag noch von etwas Näher betrachten werden und brummen weiter auf Staten Island zu. Der wunderschöne Leuchttum Robbins Reef, kurz vor unserem Zielort auf einem Caisson-Fundament im Wasser stehend, lässt sich hervorragend vom Schiff aus aufnehmen.

Auf Staten Island besuchen wir die Hafenanlagen, die in naher Zukunft einmal das Nationale Leuchtturmmuseum werden sollen. Noch ist davon aber, von einigen Hinweisschildern und äußerlich teilweise bereits sanierten Häusern einmal abgesehen, noch nicht viel zu spüren. Ein sehr abstrakter Kunst-Leuchtturm aus dem Jahre 1986 ist da bislang das einzige nennenswerte Exponat. Das ausgediente Feuerschiff Nantucket befindet sich zurzeit wegen seiner Grundüberholung in einer Werft auf Long Island, so dass hier wirklich nicht viel zu sehen ist. Wir treten allmählich die Rückreise nach Manhattan an.

Lighthouse Robbins Reef | Rechte: M. Werning / leuchttuerme.net
Robbins Reef Lighthouse vor der beeindruckenden Kulisse von New Jersey City.

Die Sonne geht unter, als wir noch durch den Battery Park schlendern und hier die Mahnmale betrachten. Am Ground Zero laufen die Bauarbeiten mit Hochdruck, schon 2011 soll das neue World Trade Center stehen – hier werden momentan gerade die Fundamente vorbereitet. Mit Einbrechen der Dunkelheit setzen wir uns in die Subway und fahren bis Columbus Circle in freudiger Erwartung eines Höhepunktes der abendländischen Fast-Food-Kultur: Die Burger-Kette Wendy´s ist in Deutschland bislang unbekannt, Malte konnte hier aber bereits bei USA- und Neuseeland-Besuchen hervorragende Burger kauen. Das frischgebackene Ehepaar wird aber vor allem durch lustloses Personal und eher laues Essen schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: Wendy´s, was ist los mit Dir?

Der eher mäßige Ausgang des Abends wird noch überboten von der spätabendlichen Erkenntnis, dass die Speicherkarte unsere ersten 95 Bilder des Abends nicht bzw. fehlerhaft aufgezeichnet hat und nur noch Datenschrott auf der Karte ist. Die übrigen Bilder können aber alle gerettet werden. Dennoch war es ein toller Tag mit zahlreichen neuen Eindrücken.

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