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Touren & Betten > Reiseberichte > USA-Tour (2007) > Tag 2: NYC

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Brooklyn Bridge | Rechte: M. Werning / leuchttuerme.net
Wirklich eindrucksvoll: Die Brooklyn Bridge, die erste Hängebrücke der Welt aus dem Jahre 1875. Sie gilt übrigens als einsturzgefährdet...

Früh geht es aus den Betten: Wir wollen uns den Sonnenaufgang von der Brooklyn Bridge aus ansehen. Es ist noch recht dunkel, als wir das Hotel verließen und zur Subway gehen. Immerhin: Der Himmel ist strahlend blau. Nach der üblichen Anfänger-Verwirrung, ob denn die Subway tatsächlich uns an unseren Zielort bringt und einigen mehr oder weniger völlig unverständlichen Durchsagen im Zug, halten wir nach einer guten halben Stunde tatsächlich an der High Street in Brooklyn. Von hier aus ist der Fußweg auf die Brücke hervorragend ausgeschildert.

Wall Street | Rechte: M. Werning / leuchttuerme.net
Durchfahrt verboten an der Wall Street. Ob das Schild so in der amerikanischen StVO aufgeführt wird?

Der Weg ist ein echtes Erlebnis: Man läuft auf die Skyline von Manhattan zu, während der dichte Verkehr sich eine Etage tiefer über die Brücke quält. Hunderte von Stahlseilen geben der ersten Hängebrücke der Welt, die im Jahre 1886 fertiggestellt wurde, Stabilität – allerdings war bei uns in den Zeitungen auch schon zu lesen, dass ausgerechnet diese Brücke nach dem Zusammenbruch der Autobahnbrücke in Minnesota auch zu den einsturzgefährdeten Bauwerken solcher Art gehören würde. Auf zahlreichen Schautafeln wird die fast fünfzehnjährige Geschichte des Aufbaus der Brücke erläutert.

Eigentlich ist es schon wieder zu spät für den Sonnenaufgang auf der Brücke, denn als wir über dem East River auf Manhattan zulaufen, steht die Sonne bereits hoch am Himmel. Leider verpasst! Egal, eindrucksvoll bleibt die Szenerie auf jeden Fall. In der Ferne lässt sich wieder einmal die Freiheitsstatue im Morgenlicht sehen, gleich linkerhand aber liegt das Feuerschiff Ambrose als Teil des South Street Seaport Museums am Kai. Nach einem wirklich, wirklich miesen Frühstück mit Toast, Ei, den obligatorischen Sausages (bei uns würde man es Frikadellen nennen) und viel Sirup nahe des hektischen Treibens der Wall Street rollen wir uns auf das Museum zu. Nach kurzem Fußweg sehen wir schon den ersten Leuchtturm des heutigen Tages: Das Titanic Memorial Lighthouse wurde ursprünglich auf einem Hausdach angebracht, heute steht der weiße Turm an der Straßenecke Fuller Street / Water Street. Wir gehen weiter zum Wasser, wo man von den Terassen des Pier 17-Gebäudes, das heute als Freizeitzentrum mit vielen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten dient, auf mehreren Ebenen einen großartigen Blick auf die Brooklyn Bridge hat, aber auch auf das Feuerschiff. Auf Bänken und Liegestühlen lässt es sich hier hervorragend aushalten.

Das Titanic Memorial Lighthouse steht heute in Downtown Manhattan als Denkmal.

Auf dem Rückweg steht das Licht nun günstiger für das Titanic Memorial Lighthouse und wird ausgiebig fotografiert. Dann wandern wir ausgiebig durch den Financial District zur Börse an die Wall Street, erleben einen Gottesdienst in der Trinity Church und bewundern die im Battery Park aufgestellten Reste der Sphere. Dieses Monument überlebte in schwer beschädigtem Zustand die Anschläge vom 11. September 2001 und bleibt als Mahnmal mit einer ewigen Flamme erhalten.

Mit der Subway fahren wir nun bis zur Grand Central Station, deren gewaltige Ausmaße uns wirklich staunen lassen. Es ist unglaublich, mit welchem Protz hier auf drei Stockwerken ein Bahnhof aufgebaut wurde, der allerdings auch nichts mit europäischen Anlagen dieser Art zu tun hat. Tageslicht sieht man hier nicht, der Zugang zu den Gleisen erfolgt über kleine Türen. Überall steht Servicepersonal, blitzender Mamor, unglaubliche Delikatessen werden überall angeboten, saubere Toiletten, Tausende von Menschen. Es ist schwer zu beschreiben.

Nach kurzer Orientierung geht es weiter zum Times Square, und von dort zu Fuß die 42. Straße entlang zum Hudson-Ufer. Wir fahren mit der Circle-Line die dreistündige Tour rund um Manhattan! Einen guten Sitzplatz erwischen wir auf dem Sonnendeck und fahren schon kurz darauf am etwas desolat aussehenden Feuerschiff Frying Pan vorbei. Obligatorisches Ziel ist auch hier die Freiheitsstatue, die die Touristen ausgiebig vom Wasser aus fotografieren. Dann steuern wir auf den East River zu, wieder am Feuerschiff Ambrose vorbei, dass sich von dem Ausflugsschiff aber nur schwer fotografieren lässt. Die Fahrt über den East River zeigt ein gänzlich anderes Bild von New York, als man es erwarten würde. Industrie zur Rechten, wechselnde Wohnbebauung zur Linken. Wir passieren mehrere Brücken, einige Schubverbände auf dem East River begegnen uns. Dann geht es an Roosevelt Island vorbei, an dessen Nordspitze sich der heute leider inaktive Steinleuchtturm Blackwell Island befindet. Kurz darauf befahren wir die Verbindung zwischen East River und Hudson. Der Wasserweg ist hier enger, zahlreiche Klapp-, Hub- und Drehbrücken unterqueren wir. Wer sich für historische Brückenbauwerke interessiert, ist in New York bestens aufgehoben!

New York City | Rechte: M. Werning / leuchttuerme.net
Entlang des Hudson schießen neue Hochhäuser in die Luft.

Das 1923 gebaute Yankee-Stadion passieren wir rechterhand (als Seinfeld-Fans wollten wir das eh sehen) und bemerken, wie sich New York nun deutlich verändert. Links und rechts des Ufers steigen die Ufer deutlich an, Bäume beherrschen die Landschaft. Die Passage kurz vor dem Hudson River kann man schon getrost als landschaftlich spektakulär bezeichnen: U-Bahn-Züge fahren am Ufer vorbei, der Verkehr donnert über eine Hochbrücke über das Tal, dazu Steilwände am Ufer. Eine aufgegebene Drehbrücke passieren wir, auf der ein Gleis liegt – wann fuhr hier wohl der letzte Zug? Wir biegen wieder auf den Hudson ab und fahren in südliche Richtung. Links und rechts des breiten Flusstales liegen die Städte auf den Höhenzügen, getrennt durch schöne Grünstreifen zum Ufer. Die George-Washington-Bridge nähert sich, und mit ihr einer der schönsten und bekanntesten Leuchttürme New Yorks: The Little Red Lighthouse, der direkt am Brückenpfeiler steht und nach dem Bau der Brücke 1931 schon wieder überflüssig wurde, ist Amerikanern auch aus einem Kinderbuch bekannt. Vom Wasser aus gelingen uns einige schöne Bilder. Kurz darauf legen wir wieder an.

Den schönen Tag beenden wir mit einem Ausflug auf das Empire State Building, wo wir (nach der Passage nervenaufreibender Sicherheitskontrollen und Warteschlangen) die Dämmerung abwarten. Einen richtigen Sonneruntergang haben wir heute leider nicht, dafür aber schöne Eindrücke der Stadt, in der allmählich die Nacht erwacht. Erstaunlicherweise strömen nach Sonnenuntergang noch mehr Touristen auf den Turm, so dass wir irgendwann entnervt aufgeben und die (nicht minder anstrengende) Fahrt hinab antreten. Wir geben Wendy´s für das Abendessen eine zweite Chance, die die Kette wiederum vergeigt. Das war´s. Wir verlaufen uns noch kurz im Bereich der 32. Straße, finden die U-Bahn, nehmen wieder versehentlich den Express-Train, machen wieder an der 125. Straße kehrt und sind schließlich gegen 23 Uhr im Hotelzimmer – extrem erschöpft, aber rundum zufrieden.

Nacht in New York City | Rechte: M. Werning / leuchttuerme.net
Nacht in der Stadt, die niemals schläft: Der Blick vom Empire State Building. An der Straßenkreuzung im Vordergrund ist schwach das Flat Iron Building (Bügeleisen) zu erkennen.

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